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Liebe Radfahrerin, lieber Radfahrer!
Dies ist eine Liebeserklärung. Die Liebeserklärung eines Radfahrers an eine Tour, die all das vereint, was unseren Sport so einzigartig macht: Auf verkehrsarmen Straßen neue Regionen entdecken und kennen lernen, herrliche Landschaften, Berge und Täler, Flüsse und Seen mit allen Sinnen genießen, mit Gleichgesinnten Freude haben und sich austauschen in einer harmonischen Gruppe, aber auch die eigenen Leistungsgrenzen ausloten bei Anstiegen hinauf auf Gipfel mit unbeschreiblich schönen Ausblicken, in traumhaften Abfahrten und malerischen Ebenen - um am Ende mit einem prallen Koffer voller einzigartiger Erinnerungen und voller Stolz über die eigene Leistung nach Hause zurückzukehren.
Es ist meine ganz persönliche Liebeserklärung an den "Klassiker" im Programm von Philipp 's Bike Team, die Fernfahrt von Basel nach Mallorca. Auch bei der fünften Auflage dieser Mischung aus Radfahrer-Romantik und sportlichem Nervenkitzel werden vom 3. bis 14. September erneut "Wiederholungstäter" wie ich dabei sein, denen auch zweimal noch nicht genug ist. Die schon jetzt den Lavendelduft der Provence riechen, die frische Wald- und Seenluft im Jura spüren und die Flamingos in den Lagunen der Camargue vor Augen haben.
Zwölf Tage nur radeln, essen, trinken und genießen. Paradiesisch! Sich um nichts weiter kümmern müssen. Denn den Weg weiß der Gruppenleiter. Einfach hinterherfahren, that's all. Verpflegung zwischendurch gibts auch. Der Begleitbus ist immer in der Nähe, das Gepäck bei der Etappenankunft bereits im Hotel. Duschen, umziehen, Beine und Seele ein wenig baumeln lassen - und dann beim opulenten Nachtessen die Speicher für den nächsten Tag füllen. Fast wie bei den Profis also - nur komfortabler und stressloser!
Wer es zu Hause gewohnt ist, ein paar Stunden hintereinander auf dem Sattel zu verbringen und sich bei durchschnittlich 1300 Höhenmetern pro Tag einen Schnitt von 20 km/h zutraut, schafft auch die 1366 km von Basel bis Barcelona. Garantiert. Und nach der Fähr-Überfahrt die restlichen 14 Mallorca-Kilometer bis zu unserem Clubhotel erst recht. Obwohl das in gerade mal elf Etappen schon ein respektables Stück Europa ist, das wir in wahrsten Sinne des Wortes "erfahren". Und obwohl sich uns in der Provence ein 1912 Meter hoher, gigantischer Mythos in den Weg stellt, den es zu überqueren gilt: Der Mont Ventoux, einer der legendärsten Tour-de-France-Berge, dieser kahle Riese, an dem sich so viele dramatische Kapitel Radsportgeschichte ereigneten.
Hier schreibt im September jeder Teilnehmer unserer Fernfahrt sein ganz persönliches Helden-Kapitel. Auch der, der es sich vielleicht heute noch nicht so recht vorstellen kann, diese 21-Kilometer-Kletterpartie zu bewältigen, wird seine eigenen Grenzen neu definieren, wird diese Herkulus-Tat vollbringen. In diesem Jahr übrigens nicht von Malaucène, sondern von Bédoin hinauf. Also auf "der" Tour-de-France-Route schlechthin unter den drei möglichen Anstiegen. |

Gesund: Mit Quellwasser aus dem Dorfbrunnen werden die Wasserflaschen nachgefüllt.

Großartig: An einer der beeindruckenden Schluchten im Vercors wird während der 4. Etappe ein Foto-Halt gemacht.

.ehe es durch die mindestens genauso faszinierenden Grotten weiter bergauf geht.
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