Infoletter 48 (29.06.05)
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Pyrenäen-Tour 2005:
Armstrong und Ullrich sind unsere "Vorfahrer"


Auf dem Col d'Aubisque, einem Tour-de-France-Berg der schwersten Kategorie, wird in 1709 Meter Höhe selbstverständlich auch in diesem Jahr wieder ein Gruppenfoto gemacht.

Liebe Radfahrerin, lieber Radfahrer!

Armstrong gegen Ullrich. Ihr letztes Duell. Showdown bei der Tour de France. Erbitterter Kampf in den Bergen. Der Countdown läuft, Radsportfans in aller Welt fiebern dem Spektakel entgegen - und bei Philipp 's Bike Team (PBT) steigt die Spannung gleich in doppelter Hinsicht. Denn diverse der Giganten im Hochgebirge, auf deren Anstiegen die Vorentscheidung um den Toursieg fallen wird, stehen auch in diesem Jahr wieder bei unserer Pyrenäen-Rundfahrt auf dem Programm.

Somit sind die Fernsehübertragungen der Tour de France am 16., 17. und 19. Juli eine ideale Einstimmung auf die gleichermaßen atemberaubend schöne wie sportlich anspruchsvolle Herausforderung, die wir Euch vom 19. bis 28. August bieten. Auf neun Etappen sind auf 1000 Kilometern insgesamt 23 Pässe mit 20.000 Höhenmetern zu bezwingen - und über einige eben dieser Pyrenäen-Berge müssen auch Jan und Lance auf dem Weg nach Paris klettern.

Besonders sehenswert ist für uns die 15. Tour-Etappe am Sonntag, 17. Juli. Diese führt nach 50 Kilometern zunächst durch St. Girons (hier logieren wir nach der vierten Etappe am 21.8.), ehe der Col du Portet d'Aspet (Berg der 2. Kategorie, hier verunglückte vor zehn Jahren Olympiasieger Fabio Casartelli tödlich) und der Col de Menté (1. Kategorie) überquert werden. Nach der Abfahrt ist Verpflegungskontrolle in St. Béat, wo auch das PBT-Peloton eine Rast einlegen wird. Mit dem Col du Portillon und dem legendären Col de Peyresourde folgen an diesem Tag zwei weitere Anstiege der 1. Kategorie, nach der Abfahrt vom Portillon geht es dabei durch Luchon, unser Etappenziel am 22.8. All die genannten Pässe werden auch von den PBT-Gruppen gefahren. Am Casartelli-Denkmal machen wir Halt und legen eine Gedenkminute ein.

Nach diesem Tag mit vielen Höhenmetern legen die Profis - im Gegensatz zu uns - einen Ruhetag ein. Am 19. Juli messen die weltbesten Kletterer dann ihre Kräfte am "Doppelberg" Col d'Aubisque/Col du Soulor (Hors Catégorie - höchster Schwierigkeitsgrad), den wir bei unserer 6. Etappe in entgegengesetzter Richtung meistern. Beim Anstieg auf den Aubisque passieren Armstrong und Co. übrigens Eaux-Bonnes, wo wir am 24.8. übernachten.

Auch am 16. Juli lohnt sich bei der 14. Etappe das Verfolgen der Tour-Übertragung, dann vor allem auf dem letzten 15 Kilometern bis ins Ziel. Denn von Ax-les-Thermes (Zielort unserer 2. Etappe) führt der Schlussanstieg hinauf nach Ax-3-Domains. Diese Kletterpartie (10 km, 7,3% Steigung) bieten wir in diesem Jahr allen Freiwilligen, die noch mehr "Tour-de-France-Spirit" wollen, als Extra an. Genauso wie übrigens auf unserer Königsetappe (Peyresourde-Aspin-Tourmalet) auch den Anstieg nach Luz Ardiden (15,3 km, 7,2% Steigung, 1050 Höhenmeter). Wer nach dem Tourmalet noch genügend Körner hat, kann dort hinauffahren, wo Armstrong vor zwei Jahren stürzte (die Stelle ist mit einem Stein markiert), Ullrich auf ihn wartete und anschließend von Lance in Grund und Boden gefahren wurde.

 

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Und so sah es früher am Col d'Aubisque aus: In dem von unserem Tour-Chef Beat Gfeller erstellten Erinnerungs-Bildband, den jeder Pyrenäen-Teilnehmer am Abschlussabend erhält, findet sich auch dieses eindrucksvolle historische Foto.

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Nach der Pause auf dem Col du Soulor geht es weiter zum Anstieg auf den Aubisque.

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1000 Pyrenäen-Kilometer in neun Etappen sind kein Zuckerschlecken - aber doch nicht so schwer, dass nicht zwischendurch immer noch Zeit und Luft für ein paar Späße bleibt, wie hier die Genießer-Gruppe 2004 nach einer Pass-Ankunft beweist.

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Höhepunkt unserer Königsetappe ist der Schlussanstieg auf den gefürchteten Tourmalet (nach einem Klick auf das Foto seht Ihr das gesamte historische Motiv von der Tour de France 1949). In dem legendären kleinen Restaurant auf der Passhöhe feierten auch Christine und Urs im vorigen Jahr ihre große Leistung.

Möchtet Ihr auf dem Rad live erleben, wo Tour-Geschichte geschrieben wurde, seid Ihr bei uns richtig. Wisst Ihr noch, wie Jan Ullrich einst auf der Abfahrt vom Col de Peyresourde von der Strecke abkam, in einem Graben landete und wie ein begossener Pudel über die Leitplanke zurück auf die Strecke kletterte? Auch in dieser Kurve legen wir eine Pause ein. Wer möchte, kann einmal genau nachschauen, wie viel Glück Jan seinerzeit bei seinem "Ausflug" in die Botanik gehabt hat.

Zuschauen am TV kann ich Euch also an den genannten Tagen nur wärmstens empfehlen. Das Schönste an der Vorfreude ist: Wir haben für unsere Pyrenäen-Rundfahrt (bequeme An- und Abreise per Flugzeug nach/von Barcelona) noch einige Plätze frei! Baldige Buchung ist allerdings ratsam, alles Wissenswerte lest Ihr auf unserer Homepage hier. Dort findet Ihr im oben im Archiv auch die Links zu den Fotos und dem Tour-Tagebuch 2004. Besonders interessant: Wie eine Frau mit uns das "Abenteuer Pyrenäen" erlebte, hat sie seinerzeit in einem Spezial-Infoletter berichtet.

Bleibt die Frage alle Fragen, die so ziemlich jeder stellt, der sich mit uns auch gern einmal auf die Spuren der Tour de France begeben möchte: Wie fit muss ich sein, wie viel muss ich vorher trainieren? Einfache Faustregel: Wer zu Hause Ausfahrten von vier, fünf Stunden gewohnt ist und sich im Sommer einmal pro Monat für sieben Stunden aufs Rennrad begibt, dürfte keine Probleme bekommen. Schließlich bieten wir Gruppen in drei Stärkeklassen an, es kann jederzeit gewechselt und auch der Begleitbus in Anspruch genommen werden.

Wichtig ist es, beim Training längere Steigungen einzubauen, um die Muskulatur an die Belastungen zu gewöhnen. Was aber machen Flachländer, bei denen es keine Berge gibt? Ganz einfach: Sie treten im Gegenwind große Gänge bzw. fahren kürzere Steigungen mehrfach hintereinander.

Ich kann Euch versichern: Bislang war in den vergangenen Jahren für jeden Teilnehmer die Pyrenäen-Rundfahrt trotz aller Strapazen ein absolutes Highlight in seinem Radsportleben - was vielleicht auch daran liegt, dass wir an vier Tagen in Hotels Station machen, in denen Lance Armstrong und sein US-Postal-Team unter anderem während der Tour de France logierten. Denn dort wird nach einem Tag mit vielen, vielen Höhenmetern selbst die Regeneration noch zum Erlebnis. Wir freuen uns auf Euch!

Euer Hügi

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Nicht nur die Berge, auch die Dörfer in den Pyrenäen sind bemerkenswert. Hier die Roller 2004 bei der Fahrt durch St. Lary, kurz vor dem Anstieg zum Col de Portet d'Aspet, wo Fabio Casartelli vor zehn Jahren tödlich verunglückte.

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Auf der Abfahrt vom Col de Portet d'Aspet (bis zu 17% Gefälle) kam Olympiasieger Fabio Casartelli vor zehn Jahren während der Tour de France ums Leben. Ein Denkmal erinnert an den unvergessenen sympathischen Italiener. Unsere Gruppen halten dort zu einer Gedenkminute.

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Während der 15. Tour-de-France-Etappe am 17. Juli ist in St. Béat eine Verpflegungskontrolle. Auch die Gruppen von Philipp's Bike Team lassen es sich in dem idyllischen Ort schmecken, wie dieses Foto aus 2004 zeigt.

(Das Philipp's Bike Team freut sich immer über Eure Post - mailt an team@radferien-mallorca.com)

Alle Mallorca-Fotos 2005 sowie Bilder der Pyrenäen-Rundfahrt und der Fernfahrt Basel-Mallorca findet Ihr hier.


Die Pyrenäen - man muss sie erlebt haben, um ihre wilde, raue Schönheit zu spüren.


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