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Liebe Radfahrerin, lieber Radfahrer!
Ja, wir fahren auf Mallorca mit voller Absicht nebeneinander auf der Straße. Und zwar mit dem Segen der Regierung! - Immer wieder bekomme ich Mails, in denen unsere eindrucksvollen Gästefotos einer jeden Ferienwoche dickes Lob erhalten, aber gleichzeitig kritisiert wird, dass unsere Gruppen offenbar nicht immer diszipliniert wie eine Perlenschnur unterwegs sind. Genau das Gegenteil ist der Fall: Bei Philipp's Bike Team ist nichts so wichtig wie Eure Sicherheit. Deshalb halten sich unsere Tourguides selbstverständlich jederzeit an die Straßenverkehrsordnung - und in der ist das Radeln nebeneinander in Zweierreihen sogar ausdrücklich gestattet.
Die Erklärung leuchtet ein: Gerade auf kleineren Straßen mit vielen Kurven kann ein Autofahrer eine kompakte Gruppe wesentlich schneller und somit gefahrloser überholen als eine lang gezogene, unübersichtliche Einerreihe. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass bei uns die Gäste, die das Fahren im Peloton nicht gewohnt sind und denen ein relativ enges Nebeneinander auf der Straße erst recht Unbehagen bereitet, zum "Linksfahren" gezwungen werden. Da es sich um eine "Kann"- und keine "Muss"-Bestimmung handelt, entscheiden unsere Teamleader immer der jeweiligen Situation entsprechend zum Wohl der ganzen Gruppe. Genauso wenig ist dies selbstverständlich ein Freibrief, sich auch zu zweit oder in Mini-Teams über die Straßenbreite zu verteilen.
Stark gewöhnungsbedürftig war für mich bei meinen ersten Radferien das häufige Hupen der Autofahrer. Ich erinnere mich noch gut, wie mir jedes Mal der von zu Hause bekannte Mix aus schlechtem Gewissen und Aggression in die Glieder fuhr. Auf der Hausstrecke daheim fast immer ein Indiz für des Autofahrers Ärger gegenüber dem auf der Straße pedalierenden Radler, ist es auf Mallorca ein üblicher (Sicherheits-) Hinweis auf ein nahendes Fahrzeug und die Bitte, das Überholen zu ermöglichen, so gut es eben möglich ist. Übrigens freuen sich die Autofahrer stets, wenn ihnen auf unübersichtlicheren Strecken vom vorn fahrenden Radler per Handzeichen signalisiert wird, dass kein Gegenverkehr naht. Auch hierfür gibt's als Dankeschön meist ein Hupzeichen.
Die Fahrt durch die zahlreichen Kreisel auf der Insel ist bei weitem nicht so abenteuerlich wie es sich viele ausmalen. Wichtigste Regel: Möglichst dicht zusammen und auf der rechten Seite bleiben. Der Trick dabei: Sobald der erste Fahrer einer Kolonne in den Kreisel einfährt, gilt sie im Ganzen wie ein Fahrzeug und die Autofahrer warten, bis auch der letzte Radler an ihnen vorbei ist. Entsteht jedoch eine größere Lücke zum Vordermann, wird der Mallorquiner diese zum Durchstarten nutzen. Aber auch dies ist kein Grund zur Unruhe. Einfach locker bleiben und bei nächster Gelegenheit weiterfahren - der Gruppenleiter wartet immer, bis alle wieder beisammen sind.
Gefährlicher ist es dort, wo wir es nicht vermuten. Wollen wir auf einem Radweg eine Straße kreuzen, haben wir Vorfahrt. Theoretisch. Doch komischerweise ist ausgerechnet hier besondere Obacht geboten, denn dieses Recht interessiert den spanischen Autofahrer praktisch gar nicht. Ebenso werden Zebrastreifen fast ausnahmslos ignoriert. Auch hier empfiehlt es sich, zum Schutz der eigenen Gesundheit nicht auf der Straßenverkehrsordnung zu beharren.
Ganz besonders gefährlich und unverantwortlich ist, wie überall, auch auf Mallorca das Fahren ohne Helm. Um uns Radler vor unserer eigenen Unvernunft zu schützen, wurde eine knallharte Helmpflicht erlassen. Knallhart deshalb, weil richtig teuer. Da wird der ohne Kopfschutz erwischte Radfahrer schon mal mit 90 Euro zur Kasse gebeten (die Beträge können je nach Tagesform des Gesetzeshüters variieren.), hat er nicht so viel Bares in der Tasche, wird zum Beispiel das Vorderrad als Pfand konfisziert.
Wie bei uns im Philipp's Bike Team steht auch bei den Verantwortlichen auf Mallorca die Gesundheit der Radfahrer im Vordergrund. Deshalb appelliert die Regierung beispielsweise in Anzeigen-Kampagnen immer wieder zu mehr Rücksichtnahme, zu partnerschaftlichem Miteinander auf den Straßen. Die Tourismus-Experten wissen eben sehr wohl zu schätzen, was sie an ihren Velo-Feriengästen haben. Wir wissen das erst recht, und freuen uns auf Euch - mit Sicherheit!
Euer Hügi (Das Philipp's Bike Team freut sich immer über Eure Post - mailt an team@radferien-mallorca.com)
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Kompakte Radgruppen in Zweierreihen (hier an unserem Hauspass angeführt vom Teamleader Burki, rechts) sind von Autofahrern vor allem auf kurvenreichen Straßen besser einzusehen und somit sicherer zu überholen als eine lang gezogene Kette...

Auf Mallorca besteht Helmpflicht. Die richtige Einstellung des Kopfschutzes ist für die eigene Sicherheit unerlässlich.

Bei unseren Touren wird der Helm unterwegs nur für Erinnerungsfotos (wie hier beim „Küstenritt“) und in den Pausen abgenommen.

Radferien auf Mallorca machen einfach Spaß - das gilt für unsere Teamleader
mindestens genauso wie für unsere Gäste. Ein Inbegriff der guten Laune ist
dabei Gruppenleiterin Kerstin, unser "Nordlicht" aus Schleswig-Holstein.

Während unsere Sportgruppen schon mal in Zweierreihen unterwegs sind (siehe oben), geht es bei den Radwanderern wesentlich lockerer zu, vor allem abseits der Straßen. Aber auch bei den Genussfahrern achten unsere Tourguides stets auf die Sicherheit und geben wertvolle Tipps.
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