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In Memoria an meine liebe Mima

Philipp
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"Oben ohne" ist auf Mallorca jetzt richtig teuer - oder: Wie uns die Spanier per Helmpflicht-Gesetz zur Lebensversicherung zwingen
Liebe Radfahrerinnen, liebe Radfahrer!
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"Mallorca-Andy" fühlte sich im ersten Moment mächtig geschmeichelt. Nur ein paar hundert Meter vom Clubhotel Antillas entfernt ruderten am Kreisel beim Aquapark plötzlich Polizisten der "Guardia Civil" wild mit den Armen, gestikulierten und riefen ihm irgendwas zu. Doch was er sich als Jubel ob seiner flotten Fahrweise und des schicken neuen Trikots vom Philipp's Bike Team erhoffte, entpuppte sich schnell als überhaupt nicht lustig: Mit finsteren Mienen bedeuteten die Ordnungshüter ihm unmissverständlich, dass sie sein Geld wollten. Und zwar genau 90 Euro, weil er ohne Helm unterwegs war. Und weil Radler ja selten bündelweise Bares in der Tasche haben, verlangten sie als Pfand sein Vorderrad.
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Da verging „Mallorca-Andy“ Russer das Lachen:
90 Euro Bußgeld forderte die "Guardia Civil" von
Philipps Chef-Mechaniker, Tourguide und Insel-
Kenner, weil er den Helm am Lenker statt auf dem
Kopf trug.
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Was Andy und viele andere bis dahin nicht wussten: Die vor drei Jahren in Spanien eingeführte Helmpflicht ist seit dem 29. Januar im Gesetz verankert, und Verstöße werden jetzt auf Mallorca knallhart mit hohen Bußgeldern geahndet. Nun denn: Mit viel Überredungskunst gelang es Philipps Chef-Mechaniker schließlich, dass es die Polizisten bei einer Verwarnung beließen - allerdings unter Androhung einer saftigen Strafe, sollten er ihnen noch mal mit Rad, aber ohne Kopfschutz unter die Augen kommen.

Das geht ab sofort ins Geld: Wer wie der Sportsfreund ganz links mit dem Rad "oben ohne" unterwegs ist, muss auf Mallorca mit empfindlichen Geldbußen rechnen. Die lustige Frauentruppe hingegen hat von den spanischen Ordnungshütern nichts zu befürchten.
Ich finde das absolut klasse, wie konsequent die Spanier das machen. Was spricht dagegen, beim Radfahren einen Helm zu tragen? Doch irgendwie gar nichts, oder!? (das Frisuren-Argument der Frauen spare ich an dieser Stelle mal aus) Meine Trainingskumpels Rolf und Michael, die auch gerne mal "oben ohne" durch die Gegend rasen, können mir jedenfalls auch nicht sagen, was der Quatsch soll. Wahrscheinlich finden sie, dass sie ohne Helm cooler aussehen. Was sie aber natürlich nie zugeben würden...
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Wir alle wissen, dass Cofidis-Profi Andrei Kivilev noch leben würde, hätte der vierfache Tour-de-France-Etappensieger an jenen Tag im März 2003 einen Helm getragen, als er bei der Fernfahrt Paris-Nizza bei einem alltäglichen Sturz ungebremst mit dem Kopf auf den Asphalt knallte. Trotzdem haben aus dem Tod des Freundes von Alexandre Vinokurov längst nicht alle von uns Hobbyradlern die Lehre gezogen. Für mich ist das russisches Roulette mit dem eigenen Leben, kann doch nur eine Zehntelsekunde Unaufmerksamkeit fatale Folgen haben - und zwar nicht nur bei rasanten Bergabfahrten, sondern auch bei unseren alltäglichen Ausfahrten.
Wie ich im Übrigen schon selbst einmal bitter erfahren musste: Straße feucht, einen Moment zu spät und dann zu heftig gebremst, Hinterrad blockiert kurz, das Rad knallt gegen eine halbhohe Begrenzungsmauer, ich fliege darüber kopfüber ins Geröll. Hätte ich keine Helm getragen - ich mag gar nicht darüber nachdenken...
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Ein Helm hätte nach Aussagen der
Ärzte sein Leben gerettet: Der vier-
fache Tour-de-France-Etappen-
sieger Andrei Kivilev aus Kasachstan
starb im März 2003 während der
Fernfahrt Paris-Nizza nach einem
im Profifeld eher alltäglichen Sturz. |
Helmpflicht sogar bei der Tour de France
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Sogar die UCI hat reagiert: Bei allen internationalen Rennen ist seit dem 7. Mai 2003 der Helm vorgeschrieben. Einzige Ausnahme sind Bergankünfte: Fünf Kilometer vor dem Ziel darf der Kopfschutz abgenommen werden. Ist der letzte Anstieg länger als fünf Kilometer, darf dies auch am Fuße desselben geschehen. Ohne Helm wird kein Fahrer zum Start zugelassen. Nimmt er diesen im Rennen ab, drohen harte Strafen: Pro Fahrer bis zu 10 000 Schweizer Franken Geldstrafe und der Abzug von 50 Weltranglistenpunkten.
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Jan Ullrich und Lance Armstrong gingen bei der Tour 2003
mit gutem Beispiel voran: Seit dem vorigen Jahr darf bei
internationalen Rennen kein Fahrer ohne Helm starten.
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Das Risiko fährt immer mit und ist Teil des Radsports. Wo kein Airbag und keine Monocoque-Zelle, wie bei der Formel 1, die Fahrer schützen kann, ist alles möglich - jederzeit. Wenn nur ein Athlet überlebt, weil er einen Helm getragen hat, hat die Helmpflicht ihren Sinn erfüllt.
Nicht zu unterschätzen ist auch der Vorbild-Charakter, den die Radprofis für Kinder und Jugendliche erfüllen: Fahren Ullrich, Zabel und Armstrong bei der Tour de France "oben mit", so wird es ihnen der Nachwuchs gleichtun. Schließlich wollen viele Youngster auch einmal die Tour de France bestreiten. Und überleben.

Radsport-Idole mit Vorbildfunktion: Auch für Alexandre Vinokurov (ganz links), Jan Ullrich, Tyler Hamilton und Lance Armstrong ist das Tragen eines Helms Pflicht.
Ich jedenfalls setze mich nie ohne Helm aufs Rad. Und Ihr solltet das genauso machen. Nicht nur auf Mallorca, weil das da richtig Kohle kosten kann. Sondern auch zu Hause. Und nicht nur auf dem Rennrad, sondern auch beim Spazierenfahren mit der Familie, zum Brötchenholen usw. Auch, um Kindern ein gutes Vorbild zu sein. Wer es immer noch nicht einsehen mag: Ich gebe ihm gerne die Telefonnummer eines guten Freundes von mir. Der ist Berufsfeuerwehrmann. Und hat als solcher schon viele verunglückte Radfahrer mit übelsten Verletzungen gesehen - die nicht immer mit dem Leben davongekommen sind. Alles klar!?!
Die Radstationen vom Philipp's Bike Team - für Inselkenner, die absolute Individualität, aber auch hervorragenden Service lieben
Selbstverständlich wird im Philipp's Bike Team grundsätzlich nur mit Helm gefahren. Und das gilt natürlich auch für die Stationshotels. Stationshotels? Hörst Du zum ersten Mal? Kurze Erklärung: Im Gegensatz zum Cluburlaub gibt es dort keine geführten Touren, keine Rundum-Betreuung und kein Rahmenprogramm. Genau das Richtige also für jene, die lieber ganz unter sich oder alleine sind, aber dennoch auf einen Service mit Radvermietung, Werkstatt, Verpflegung und einem Ansprechpartner für alle Fälle nicht verzichten möchten. Für nähere Informationen klickt Ihr hier.
Die beiden Stationshotels vom Philipp’s Bike Team: Das Lido Park (links) in Peguera im Südwesten Mallorcas und das Perla in S’Illot an der Ostküste.
Und was es dort nicht zu lesen gibt, erzähle ich Euch jetzt:
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| Auch eine lockere Sightseeing-Tour mit dem Rad durch Palma (Foto rechts) kann jetzt ohne Helm teuer werden, wenn die Polizei kein Auge zudrückt. Zu den bekannt günstigen Mallorca-Preisen gibts den Kopfschutz natürlich auch im Shop vom Philipp’s Bike Team (Foto links). |
Stationsleiter im Hotel Perla (in S'Illot an der Ostküste) ist der demnächst 23 Jahre alte Pascal Schoch (Geburtstag 10. April - merkt Euch das, er gibt sicher gerne einen aus... ;-) Pascal fuhr 2000/2001 als Elite-Amateur für das Team Mephisto-Romer's und belegte unter anderem bei der international besetzten Berner Rundfahrt den zweiten Platz. 2002 (beim Team Hörmann-Romer's) bestritt er mit der Schweizer Nationalmannschaft die Thüringen-Rundfahrt. 2003 wechselte er in den Kanton Tessin zum Team VC Mendrisio-Mapei, bestritt Straßen- und Steherrennen auf der Bahn.
Im Hotel Lido Park (Peguera) ist der Schwabe Karl-Heinz Weidenbacher (58) für den Service verantwortlich. Nachdem er 35 Jahre lang für ein Maschinenbau-Unternehmen tätig war (21 Jahre weltweit im Außendienst), ging er im vorigen Jahr in den Vorruhestand. Seit zwölf Jahren ist der zweifache Familienvater begeisterter Rennradfahrer und -tüftler und seitdem von Mallorca in den Bann gezogen.
Assistent von Karl-Heinz im Lido Park ist im April und Mai der 43-jährige Schweizer Urs Peterhans. Er fuhr von 1977 bis 1998 Radrennen, gewann unter anderem das Kriterium in Gippingen, Zurimetzgete und den internationalen Grandprix unteres Aaaretal. Urs war viele Jahre Gruppenleiter bei verschiedenen Radferienveranstaltern, hat eine Spinning-, Massage-, Laktat- und Fitnesstrainerausbildung.
Als "Joker" für beide Radstationen hilft Peter Baumann, wenn es irgendwo "brennt". Der Betriebsökonom aus der Schweiz ist seit 2000 als Berater für die Einführung der Peoplesoft ERP-Software im Bereich Distribution und Logistik tätig. Früher arbeitete er unter anderem als Cowboy in Canada und als Steward auf einem Hochseefrachter. "Als Radsportler bin ich bisher 103 Mal über den Klausenpass gefahren", erzählt Peter schmunzelnd. "Deshalb halten mich zwar alle für bescheuert, aber ich genieße die Fahrt über meinen Hauspass jedes Mal aufs Neue."
Bereits ein alter Hase im Lido Park ist Andy Felder. Er leitete die Station zwei Jahre lang, kommt dieses Jahr aus Zeitgründen allerdings nur als zweiter Mann ab 14. März für einige Wochen nach Peguera.

In den Stationshotels vom Philipp’s Bike Team sind Top-Mieträder in allen Rahmengrößen garantiert – die im Radkeller sicher verwahrt werden.
Partner vom Philipp's Bike Team: Der größte Schweizer Mallorca-Reiseanbieter
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Beide Stationshotels gehören zu , dem größten Mallorca-Reiseanbieter der Schweiz (zwölf eigene Hotels auf der Insel, im vorigen Jahr 50000 Gäste). Die Zusammenarbeit mit Philipp's Bike Team im Lido Park in Peguera begann 2001, ein Jahr später wurde der Radsportservice dann auch im Perla auf der anderen Seite Mallorcas angeboten.
Universal-Generaldirektor Philippe C. Erhart über die Kooperation: "Wir hatten schon immer viele Radsportler in unseren Hotels. Doch die mussten ihre Velos mitbringen, da Räder in der geforderten Qualität nicht zu mieten waren. Außerdem fehlte die Service-Infrastruktur." Und da kam es wie gerufen, als Philipp Egli seinerzeit auf die Universal-Chefs Erhart und Daniel Stauffer (Geschäftsführer) zukam.
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Seit drei Jahren Partner vom Philipp’s Bike Team: Generaldirektor Philippe C. Erhart (links) und Ge-
schäftsführer Daniel Stauffer von Universal, dem
größten Mallorca-Reiseanbieter der Schweiz. Dem
Familienunternehmen gehören zwölf Hotels auf der
Insel. |
"Die Chemie stimmte von Anfang an, und mit Philipp's Bike Team konnten wir endlich die gewünschte Professionalität in unser Rad-Angebot bringen", freut sich Generaldirektor Erhart.
Die Universal-Gäste seien begeistert, die Buchungszahlen seit dem Beginn der Zusammenarbeit ganz erfreulich gestiegen. Selbst Rad fahren tut der Boss der Familienunternehmens übrigens auch ("ein bisschen hobbymäßig") - seine Taufe beim Philipp's Bike Team habe er aber noch vor sich. Na also, worauf warten Sie noch, Herr Erhart? Philipp's Bike Team freut sich auf die erste gemeinsame Tour - beste Betreuung natürlich garantiert!
¡Hasta luego!
Euer Hügi
(der sich über Kritik und Anregungen von Euch immer freut: mailt mir an huegi@gmx.com)
Liebe Radsportfreunde! Sollte Euch unser Infoletter gefallen, würden wir uns freuen, wenn Ihr ihn an Freunde und Bekannte weitersendet.
Vielen Dank! Euer Philipp
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Fantastische Aussicht vom Stationshotel Lido Park auf die Malgrats-Inseln |