|
|
|
|
 |
 |
|
 |
Infoletter Nr.75 - Millionenschwere Bauprojekte für Radfahrer
Samstag, 30. Dezember 2006 23:28

Liebe Radfahrerinnen und Radfahrer,
Mallorca gilt als die Insel der Ruhe, und vielerorten wird bis nach Dreikönige nicht besonders viel gearbeitet. Doch im Palmesaner Stadtviertel Sant Ferran gibt es eine Großbaustelle, auf der Tag und Nacht gleich mehrere dutzend Arbeiter fleißig sind, auf der ein ständiges Kommen und Gehen von schweren Lkws herrscht. Mit Hochdruck wird das neue Velodrom fertig gestellt – und dieser Hochdruck ist auch nötig, wenn die neue Rad-Halle im Februar eingeweiht werden soll. Schließlich soll vom 29. März bis 1. April dort die Bahn-Rad-WM stattfinden.

Nervös wird auf Mallorca trotzdem keiner. „Wir werden ganz sicher fertig“, sagt Pepote Ballester, balearischer Staatssekretär für Sport kurz vor Weihnachten. Auf der Insel wird vielleicht nicht alles hundertprozentig perfekt gebaut, aber wenn es sein muss in einem Affenzahn. Man erinnert sich gerne an die Expo in Sevilla 1992: Die Zufahrtsstraße wurde – schon legendär – am Tag vor der offiziellen Eröffnung asphaltiert. Wenn denn alles klappt, werden die Rennfahrer auf einem 250 Meter langen Holz-Oval fahren. Das wird übrigens nicht abgebaut, sondern soll laut Ballester ständig in Betrieb bleiben. Es ist vorgesehen, die Bahn nicht nur für das Training von Profis zugänglich zu machen, sondern auch für Radler wie Dich und mich. Das könnte also eine echte Attraktion auch für Urlauber werden, aber noch wissen wir nicht, unter welchen Bedingungen der Eintritt geregelt ist. Wir halten Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden. |  250 Meter Holz-Oval – auch nach der WM sollen die Bahn für Profis und Hobbyfahrer gleichermaßen zugänglich gemacht werden.
|
Wer in den letzten Jahren auf Mallorca mit dem Rad unterwegs war, hat unweigerlich gemerkt, dass auf der Insel viele Straßen und Autoahnen gebaut worden sind. Über die kann man sich als Autofahrer oder Umweltschützer mehr oder weniger freuen oder ärgern, für Radfahrer bringen sie aber in erster Linie Vorteile. In „unserem“ Südwesten ist etwa die Autovia de Levant bis nach Peguera verlängert worden. Während die Landstraße bislang für Radler ob des dichten Verkehrs mitunter recht gefährlich zu fahren war (und das letzte Stück nach Peguera durch die Tunnels auch schlicht verboten) wird entlang der neuen vierspurigen Straße ein Radweg führen. Von Peguera kann man dann direkt zurück ins Clubhotel an die Costa de la Calma fahren, muss nicht mehr zwangsläufig den Weg zurück über Calvià nehmen. Noch sind hier allerdings die Arbeiten nicht ganz vollendet, doch bis zum Beginn der Radferiensaison im Februar sollte es soweit sein – hoffen wir jedenfalls.
Auch an den ehemals lebensgefährlichen Landstraßen zwischen Palma und Llucmajor beziehungsweise Manacor führen jetzt Service-Straßen links und rechts der Trasse, die für sicheres Radfahren garantieren. Es ist vielleicht nicht besonders schön, entlang der Autobahn zu fahren, aber man riskiert wenigstens nicht mehr Kopf und Kragen, wenn man doch mal dort unterwegs ist. Und die Autobahnen haben insgesamt den Vorteil, dass sie den Kfz-Verkehr auf sich konzentrieren, so dass auf den Landstraßen noch weniger los ist und wir pedalierend die Natur der Insel genießen können. So groß und millionenschwer diese Bauvorhaben auch sein mögen, so sehr konzentrieren wir uns bei Philipp’s Bike Team momentan auf den Umbau der Radinfrastruktur im Iberostar Suites Hotel Jardín del Sol an der Costa de la Calma. Und ich kann Euch sagen, es ist sehr beruhigend zu wissen, dass wir nicht in der Nacht, bevor die ersten Gäste ankommen, die letzten Arbeiten im Scheinwerferlicht vornehmen werden müssen. Die Architekten Javier und Damià haben ihr Versprechen gehalten und liegen sogar vor dem vereinbarten Zeitplan, die beiden, ebenso wie Hoteldirektorin Fina, haben dabei viel Verständnis für unsere Anforderungen gezeigt. Die Voraussetzungen für die perfekten Radferien werden also stehen, wenn Ihr ab Februar zu uns kommt! Davon haben sich auch wieder einige Profis überzeugen lassen. Das Multivan Merida Biking Team (die unangefochtene Nummer eins der Weltrangliste) präsentiert am 10. Februar bei uns offiziell das Team für 2007, nach dem Presse-Camp bleiben die Rennfahrer noch bis zum 17. Februar zum Training auf der Insel. Zur Mannschaft gehören Stars wie Gunn-Rita Dahle Flesjå (Olympiasiegerin, Weltmeisterin, Weltcup-Gewinnerin), Ralph Näf (Weltmeister), José Hermida (Olympia-Zweiter) sowie Nina Göhl und Moritz Milatz. Gunn-Rita, treuer Stammgast bei Philipp’s Bike Team, hat ihren Aufenthalt bereits um zwei Wochen verlängert. |  MTB-Top-Star Gunn-Rita Dahle Flesjå trainiert in diesem Jahr drei Wochen bei Philipp’s Bike Team
|
Und ab dem 21. Februar schlägt der DBS bei uns sein Trainingslager auf, die deutsche Behinderten- Nationalmannschaft (ebenfalls an der Spitze der Weltrangliste) will sich bei uns in einer bzw. zwei Wochen die Grundlage dafür holen, die sensationellen Erfolge von 2006 zu bestätigen. Während die Rennfahrer fest definierte Saisonziele haben, fehlen die uns Hobbyfahrern mitunter. Deswegen mein Vorschlag: Macht mit Philipp’s Bike Team bei den Cyclassics in Hamburg mit. Der Termin am 19. August ist jetzt endgültig bestätigt; anmelden kann man sich ab dem 23. Januar. Wer keine Gelegenheit hat, an der Waterkant dabei zu sein, der sollte mal unsere Events genauer angucken: Die Pyrenäenfahrt sowie die Fernfahrt Paris-Nizza-Rom sind echte Höhepunkte in jedem Radlerleben. |  Die deutsche Nationalmannschaft der Behinderten kommt im Februar zum Trainingslager nach Mallorc
|
Man kann natürlich auch einfach so nach Mallorca in die Radferien mit dem besonderen Ambiente kommen. Weil’s schön ist und weil es Spaß macht. In diesem Sinne wünsche ich Euch mit dem ganzen Team einen gutes, gesundes und glückliches neues Jahr.
Euer Michael
Hier geht es zum Infoletter-Archiv
Dateien:
PBT-IL-75.pdf
|
|
 |
 |
|
|
 |
|
|
 |
|
|
|