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Infoletter 103 - Die Pyrenäenrundfahrt 2009
Freitag, 25. September 2009 08:06

Liebe Gäste, und Freunde des Philipp’s Bike Team Wenn Beat eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Natürlich auch in diesen Tagen als er nach 1050 Kilometern mit stolzen 20 800 Höhenmetern von der Pyrenäenrundfahrt zurück auf der Insel war. 47 Gäste des Teams haben dieses Jahr die Pässe im spanisch-französischen Grenzgebirge unter die Pedale genommen – und dabei auch einiges kurioses erlebt. Zum Beispiel das Wetter. Es ist fast schon eine Tradition, dass es zum Start im Baskenland regnet und empfindlich kühl ist. Dieses Mal schien die Sonne, 30 Grad, eigentlich herrlich, aber die ersten Pässe nach Bilbao sind zwar kurz, aber eben auch „verdammte Rampen“ wie Beat sagt, was übersetzt gnadenlos steil heißt. Konkret bis zu 16 Prozent.
Als Radler hilft man sich dann ja gerne damit, dass man Namen der Pässe leise vor sich hinflucht. Wer nicht dabei war, kann gerne zu Hause für das nächste Jahr ein wenig üben. Einer der gemeinsten der 30 Anstiege zwischen Bilbao und Barcelona heiß Burdincurutcheta, sprich: Burdintschurutscheta. Nicht lang, aber steil, sagt Beat. Nebenbei – es gibt im Internet eine hübsche Maschine (hier klicken), die alle Namen ins japanische übersetzt. Das braucht zwar kein Mensch, wahrscheinlich ist es auch nur ein Scherz, aber mein Gott, warum nicht. Burdincurutcheta heißt auf Japanisch Nakamura Asuka. Warum auch immer. Der gute Beat wäre Chiba Kumiko, was zwar ein bisschen nach Gummibärchen klingt, aber jedenfalls nicht schlecht. | |  Der Haie Express von Teamchef Beat mit Harald und Andreas im Aufstieg zum Col du Tourmalet
 Die Spitze der Roller im schweren Anstieg zum Col de Burdincurutcheta - 1135 MüM
| Nach ein paar Tagen war die Form aber dann so, dass die Gruppen auch der Tourmalet, den Aspin und den Peyresourde bei der Königsetappe an einem Tag geschafft haben. Respekt: 100 Kilometer mit 3000 Höhenmetern ist eine tolle Leistung. Mir war der Anstieg zum Tourmalet schon im Auto bei der Tour de France ein wenig zu lang. Aber auf dem Velo, alle Wetter. Die Gruppen schlugen sich jedenfalls tapfer und auch die Crew um Beat musste noch einige Male zur Hochform auflaufen. Erfolgreich übrigens, wie zum Beispiel in Ax-les-Thermes. Beat hatte schon den ganzen Tag ein ungutes Gefühl gehabt – zu Recht. Das reservierte Hotel sah nicht nur ziemlich verlassen aus, es war es auch. Genauer gesagt vier Wochen vorher in Konkurs gegangen. Und da solche Dinge in aller Regel überraschend und vor allem still vor sich gehen, wusste niemand vom Team, dass das Hotel pleite war. Wie auch, ohne Benachrichtigung. Petras Gruppe im Aufstieg zum Col d'Aubisque - 1709-MueM
 Auch das gehört dazu: Unsere Oestereicher mit Bigi an der Tapasbar
 ...und gestärkt wieder weiter.
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| Beat hat es aber geschafft, in einer Stunde 30 Zimmer für die Nacht und für den Abend ein Restaurant zu finden, dass 54 Menus auftischt. Und das ganze mitten in der Saison. Die Gäste haben das ganze Malheur eigentlich nur daran gespürt, dass abends in zwei Schichten gegessen werden musste. Und am nächsten Tag ging es munter weiter und wir sind wieder beim Anfang, also beim Wetter. Richtung Barcelona wurde es nicht wie sonst immer besser, sondern eher ein wenig schlechter. Nicht wirklich schlecht, aber eben ganz anders als sonst. „So was gibt es nur alle 20 Jahre“, sagt Beat.
Aber das war nicht so wichtig. Es hat einfach Spaß gemacht und am Ende waren alle froh und dankbar, dass der eine Unfall, den wir hatten, nicht wirklich böse endete. Am vorletzten Tag streifte ein betrunkener Autofahrer eine Gruppe, ein Teilnehmer stürzte auf den Kopf und musste zur Beobachtung ins Krankenhaus. Der Mann ist selbst Arzt, und da wir noch mal vier Mediziner in den Gruppen hatten, konnte er schon am nächsten Tag mit uns weiter ins Ziel nach Barcelona, allerdings nicht im Sattel. Dank eines beherzten spanischen LKW-Fahrers konnte der Unfallverursacher übrigens ermittelt werden – auf ihn wird einiges zu kommen.
Auf das Team auch, aber wesentlich angenehmer. Der zweite Teil der Saison ist angelaufen. Wer noch Zeit, Lust und ein wenig Resturlaub hat ist bis Ende Oktober beim Team in Costa Calma herzlich willkommen.
Bis dahin ,
Jürgen Löhle
P.S. Hier noch eine Art von Training, das ihr besser nicht machen solltet. (hier klicken) Aber ganz genau hinschauen. Auflösung demnächst hier
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PSS: Jürgen Löhles erster Roman „Patchwork“, in dem ein Kapitel übrigens auf Mallorca spielt ist nun erschienen. Ein Buch, ganz anders als „Brägel“. Es geht um das Auf und Ab im Leben einer Patchwork-Familie, in dem das Radfahren eher Hilfe zum Meistern schwieriger Lebenssituationen ist als Sport. Mehr wird nicht verraten. Ganz herzlich,
Euer Philipp
Lust zu schmökern? Hier findet Ihr unser Infoletter-Archiv. Feedback auf diesen Infoletter bitte an zentrale@radferien-mallorca.com senden. Infoletter-An-/Abmeldung | | 
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